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Veleda

Die germanische Seherin Veleda unterstützt ihr Volk mit Weissagungen im Kampf gegen Rom.

Veleda, germanische Seherin bei den Brukterern, lebte im 1. Jahrhundert nach Chr., ihre große Zeit war um 70 n. Chr.

Veleda ließ dem Volk und den Feldherren ihre Weissagungen durch einen Auserwählten zukommen. Sie war die bedeutendste bzw. die bekannteste der germanischen heiligen Frauen, deren sybillinisches Amt der Weissagung überliefert ist. Die Jungfrau aus dem Turm wohnte in einem hohen Turm an der Lippe im jetzigen Westfalen.

Laut dem römischen Geschichtsschreiber Tacitus hat Veleda göttliche Verehrung genossen.

69 n. Chr., ganz Gallien hat sich unter Anstiftung des Batavers Iulius Civilis gegen Rom erhoben, kommt Veledas große Zeit. Durch ihre Vorhersagen hatte sie den Aufstand der Bataver gefördert. Veleda weissagt den Untergang Roms und Civilis schlägt tatsächlich das römische Heer unter Classicus. Allerdings wendet sich das Schicksal wenig später gegen die gallisch-germanischen Völker. Das Vier-Kaiser-Jahr wird beendet und Kaiser Vespasian sendet seinen Feldherren Quintus Petilius Cerealis. Dieser besiegt in einigen Schlachten das gallisch-germanische Heer und bittet schließlich Veleda um Friedensvermittlung. Dieser bitte kommt die Seherin nach, da sie dies als Spruch der Götter verstand.

Einige Jahre später empörten sich die Völker abermals gegen Rom, vermutlich gegen den Willen Veledas. Veleda wird 77 n. Chr. von Rutilius Gallicus gefangen nach Rom geführt, danach keine Hinweise mehr auf sie. Wahrscheinlich starb die Prophetin in römischer Gefangenschaft.

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