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Ines de Castro

Die kastilische Adlige Ines de Castro wurde auf Geheißen ihres eigenen Schwiegervaters, König Alfons IV. ermordet.

Ines de Castro, geboren um 1320 in Galicien, gestorben am 7. Januar 1355 in Coimbra, kastilische Adlige und Ehefrau des Infanten Dom Pedro von Portugal, dem späteren portugiesischen Königs Peter I.. Nach dem Tod dessen ersten Ehefrau, Constança Manuel starb1345 im Kindbett und hinterließ drei Kinder, darunter auch einen legitimen Thronerben, gingen Ines de Castro, sie war 1. Hofdame der Infantin gewesen, und Dom Pedro (angeblich heimlich) die Ehe ein.

Ines de Castro und Dom Pedro

Ihr Schwiegervater, König Alfons IV., lehnte diese Verbindung aus politischen Gründen jedoch ab und ließ Ines de Castro als Hochverräterin verurteilen und hinrichten.

Ines de Castro und Dom Pedro waren nur vier glückliche Jahre vergönnt gewesen. Das Paar hatte drei Kinder, es war wohl befürchtet worden, dass Ines versuchen würde den legitimen Thronerben zugunsten ihrer Kinder zu verdrängen. Zudem kam Ines de Castro aus einem mächtigen kastilischen Adelshaus, ein Umstand, der in Portugal nicht jedem behagte.

Tod Ines von Castro

Ines starb am 7. Januar 1355 in einem Landhaus bei Coimbra. Kronprinz Peter soll zum Zeitpunkt ihres Todes auf der Jagd gewesen sein. Drei gedungene Mörder sollen auf Befehl des Königs Ines de Castro enthauptet haben. Nach der Rückkehr von der Jagd fand der Kronprinz nur noch den abgetrennten Kopf seiner Frau vor.

Die Folge war ein Rachefeldzug von Dom Pedro gegen seinen Vater und ein Bürgerkrieg. Erst auf Vermittlung der Königin kam es zu einer Waffenruhe.

Rache für den Tod Ines von Castro

Nach seiner Thronbesteigung im Jahre 1357 nahm Dom Pedro an den Mördern seiner zweiten Frau blutige Rache. Zunächst hielt sich der König allerdings an die Vereinbarung, die er mit seinem Vater geschlossen hatte, um den Bürgerkrieg zu beenden. Nach und nach erreichte er aber die Auslieferung zwei der drei gedungenen Mörder aus Kastilien. Da er die beiden wohl zu Tode folterte, erhielt Peter in Portugal den Beinamen der Grausame.

Grausige Legende - Huldigung für eine Tote

Der Legende nach soll Pedro nach seiner Thronbesteigung und fünf Jahre nach der Ermordung seiner Frau ihre Leiche aus dem Kloster Santa Clara in die Kathedrale von Coimbra gebracht haben. Dort wurde sie festlich geschmückt, mit Juwelen geschmückt, auf dem Kopf die Königskrone. Pedro soll den gesamten Hof, in seinen Augen Mitwisser der Verschwörung gegen seine Frau, gezwungen haben, ihr zu huldigen und ihre Hand zu küssen. Nach dem Schauspiel wurden die sterblichen Überreste von Ines de Castro im Kloster von Alcobaça beigesetzt.

Die Umbettung der Leiche fand wirklich statt. Im Querschiff der Klosterkirche von Alcobaça wurden auf Befehl Peters zwei Prunksärge aufgestellt. Untersuchungen nach sind beide dort heute noch begraben. Die beiden Särge wurden so aufgestellt, auf Wunsch des Königs, dass sich am Tage der Auferstehung am jüngsten Tag die beiden Liebenden direkt in die Augen sehen konnten.

Kinder Ines de Castro

Die drei Kinder von Ines de Castro und Dom Pedro überlebten das Drama um ihre Mutter:

Beatriz, geboren 1347, gestorben 1383 heiratete 1373 Sancho von Kastilien, Herr von Albuquerque.
Johann, geboren 1349, gestorben 1397, Herzog von vAlencia und von Campos.
Dionysius (Dinis), geboren 1354, gestorben 1397, heiratete 1372 Johanna von Kastilien, Herrin von Cifuentes.

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