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Herrad von Landsberg

Die Äbtissin Herrad von Landsberg erarbeitete ein europäisches Lexikon, Hortus Deliciarum, aus, das das gesamte Wissen seiner Zeit vereinigen sollte.

Herrad von Landsberg (auch bekannt als Herrad von Hohenburg, Herradis Landsbergensis) wurde zwischen 1125 und 1130 geboren. Die Äbtissin starb am 25. Juli 1195 auf dem Odilienberg im Elsass.

Herrad von Landsberg war Äbtissin des Kloster Hohenburg von 1167 bis zu ihrem Tod im Jahre 1195 und Schriftstellerin.

Hortus Deliciarum

Herrad arbeitete ein europäische Lexikon aus. Ihr Hortus Deliciarum (Garten der Wonne bzw. Garten der Köstlichkeiten) entstand um 1180 und hatte den Anspruch eine Enzyklopädie des gesamten Wissens, einschließlich der Theologie, der damaligen Zeit (Hochmittelalter) zu sein.

Noch heute besitzt der Hortus Deliciarum einen unschätzbaren Wert. Das reich bebilderte Werk ist leider nicht mehr im Original erhalten. Es wurde lange Zeit in der Abtei Hohenburg aufbewahrt und dann, während der Französischen Revolution, in die städtische Bibliothek von Straßburg gebracht. Christian Moritz (oder Maurice) Engelhardt fertigte 1818 eine Kopie der Miniaturen an. 1870 wurde der Hortus Deliciarum in Folge des Deutsch-Französischen Krieges verbrannt. In der Stadtbibliothek von Straßburg gibt es ein Faksimile von 1818. Es existieren außerdem Nachzeichnungen des Hortus Deliciarum.

Inhalt Hortus Deliciarum

Der Hortus Deliciarum, der das geistliche und profane Wissen des Hochmittelalters für die Klosterschwestern des Hohenburger Klosters in lateinischer Sprache zusammenfasste, war die erste nachweislich von einer Frau verfasste Enzyklopädie. Insgesamt 336 Miniaturen zieren das Lexikon, eben diese Abbildungen machen das Werk so einzigartig. Viele der Miniaturen sind symbolische Vorstellungen der theologische, philosophischen und literarischen Themen, die im Hortus behandelt werden. Einige der Abbildungen sind historisch, andere stellen mit der persönlichen Erfahrung von Herrad von Landsberg verknüpfte Szenen dar. In einigen Bildern finden sich die Porträts ihrer Mitschwestern wieder.

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