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Friederike Caroline Neuber

Die Theaterchefin Friederike Caroline Neuber gilt als Mitbegründerin des regelmäßigen deutschen Schauspiels.

1697-1760; berühmteste Komödiantin, Schauspielerin und Theaterchefin (Prinzipalin) ihrer Zeit. Die Wegbereiterin und Mutter des Deutschen Theaters. Friederike Caroline Neuber gilt als Mitbegründerin des regelmäßigen deutschen Schauspiels. Das Auftreten der Neuberin bildet einen Wendepunkt in der Geschichte der deutschen Schauspielkunst.

Leben Friederike Caroline Neuber

Geboren wurde Friederike Caroline Neuber, genannt die Neuberin am 9. März 1697 in Reichenbach (Vogtland), sie starb am 29. November 1760 in Laubegast bei Dresden.

Friederike Caroline Neuber war die Tochter des Advokaten Daniel Weißenborn und seiner Frau Anna Rosine Wilhelm. Um ihre Herkunft gab es das äußerst hartnäckige Gerücht, dass ihr wahrer Vater der Erb- und Lehnsherr Adam Friedrich von Metzsch gewesen sei.

Die Neuberin lernte Lesen Schreiben und Französisch von ihrer hoch gebildeten Mutter. Allerdings starb diese bereits 1705. Und so lebte Friederike Caroline mit ihrem Vater, der ein Haustyrann gewesen sein soll und bereits die Mutter misshandelte zusammen in Zwickau.

Mit 15 Jahren läuft Friederike Caroline Neuber das erste Mal von zu Hause weg. Sie wird wieder eingefangen, auf Betreiben ihres eigenen Vaters wird sie wegen Ungehorsam und Diebstahl angeklagt und zu 13 Monaten Haft verurteilt.

Friederike Caroline Neuber wird Schauspielerin

1716 die erneute Flucht. Die Neuberin ist nun 19 Jahre alt. Gemeinsam mit ihrem Geliebten Johann Neuber, den sie im Jahr darauf auch heiratet, flüchtet sie erneut aus den Fängen ihres tyrannischen Vaters. Diesmal erfolgreich. Die beiden schließen sich verschiedenen Schauspielertruppen an.

Die Neuberin als Wegbereiterin eines neuen Theaters

Friederike Caroline NeuberFriederike Caroline Neuber führte die Erstlingswerke Ephraim Lessings urauf (1748 Der junge Gelehrte). Sie war Wegbereiterin eines neuen Theaters, weg von den durch die deutschen Lande ziehenden Komödianten-Banden, deren Stücke zumeist aus einem Mischmasch über das Leben antiker Helden und Götter bestand. Sie trug maßgeblich zur Anerkennung des Berufsstandes der Schauspieler bei. So achtete sie auf Disziplin der Schauspieler, bildete diese künstlerisch aus, mietete Unterkünfte und zahlte auch feste Gehälter. Der Hanswurst wurde von Neuber von der Bühne verbannt. Statt dessen fanden Dramen in deutscher Hochsprache Einzug ins deutsche Theater.

Sie war ein Leben lang auf der Suche nach Werken von vernünftigen Dichtern mit gepflegter Sprache. William Shakespeare schied zum Beispiel aus, da er bis dahin noch nicht ins Deutsche übersetzt war.

Friederike Caroline Neuber Ende

Allerdings ist sie auf der Suche nach Stücken, für ein Publikum, das es noch nicht gibt. Sie ist ihrer Zeit voraus und muss mit finanziellen Schwierigkeiten kämpfen. Es kommt zu Engpässen, schließlich zur Pleite und dann zum Rückzug von der Bühne.

1759 stirbt Johann Neuber in Dresden. Bereits 1756 war der Siebenjährige Krieg ausgebrochen (1756-1763) während dessen Verlauf Dresden von den Preußen bombardiert wird. Neuber muss flüchten und lebt und stirbt in bitterer Armut in Laubegast bei Dresden im Jahre 1760. Erst 16 Jahre nach ihrem Tod setzten der Neuberin Kunstfreunde ein Denkmal.

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