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Königin Urraca

Königin Urraca von Leon (1080 bis 1126) war eine faszinierende Herrscherin im Mittelalter. Sie kämpfte wechselseitig mit Halbschwester, Schweiger, dem eigenen Mann und zeitweise auch gegen ihren eigenen Sohn. Mal stand Papst Calixtus auf ihrer Seite, mal war er gegen sie.

Uracca wurde um 1080 geboren. Sie bestieg 1109 den Thron als Nachfolgerin ihres Vaters, König Alfons, und starb am 8. März 1126 wohl bei Saldaña, Provinz Palencia, als Königin von León, Galicien und Kastilien. Königin Urraca stammte aus dem Haus Jiménez.

Urraca war die erste aus eigenem Geburtsrecht heraus herrschende Königin des mittelalterlichen Europas. Bis dahin hatte es nur im Oströmischen Reich Herrscherinnen wie Kaiserin Theodora auf den Thron geschafft oder im fernen China Kaiserin Wu Zetian.

Familie Urraca von León-Kastilien

Ihr Vater war König Alfons VI. von León-Kastilien, ihre Mutter dessen zweite Ehefrau Konstanze von Burgund. Konstanze von Burgund war eine direkte Nachkommin von Hugo Capet (940/941-996), dem ersten König von Frankreich aus dem Haus der Kapetinger.

Konstanze von Burgund, in Spanien Constanza de Borgoña, war bereits mit dem Grafen Hugo II. von Chalon-sur-Saone verheiratet gewesen. Dieser starb im Jahr 1078 auf einem Spanienfeldzug. Zur gleichen Zeit etwa trennte sich König Alfons VI. von seiner ersten Frau und so wurde eine Heirat zwischen Alfons und Konstanze vermittelt. Die Ehe war auch politischer Natur, mit dieser sollte die religionspolitische Annäherung an den Klosterverband der Abtei Cluny gefestigt werden. Abt Hugo von Cluny war mit Konstanze verwand, er war ein Onkel mütterlicherseits.

Könign Urraca von Léon und Kastilien
Könign Urraca von Léon und Kastilien, Miniatur aus dem 12. Jahrhundert
Die Hochzeit zwischen Konstanze und Alfons fand zum Jahreswechsel 1079/80 in León statt. Das erste Kind König Alfons' VI., Urraca, wurde dann frühstens im Spätjahr 1080 geboren. Teilweise wird der 24. Juni 1081 als ihr Geburtsdatum angegeben.

Urraca wächst im Haushalt des einflussreichen leónesischen Großen Pedro Anurez auf. Dieser war ein enger Vertrauter ihres Vaters und sollte auch später ihr Berater werden. Im Jahr 1085 kommt es zur Hochphase in ihrer Familie. König Alfons erobert die alte westgotische Hauptstadt Toledo von den Mauren zurück. Damit begründet der König die führende Macht seines Haus Leóns auf der iberischen Halbinsel. Er gibt sich die Würde eines von Gott eingesetzten Herrschers über alle Nationen von Spanien (Deo constitutus imperator super omnes Spanie nationes). Ein Spanien, dass fast die gesamte iberische Halbinsel einnimmt wie zur heutigen Zeit gibt es im 12. Jahrhundert noch nicht. Große Teile des Landes sind von den Mauren besetzt, es gibt im christlichen Teil zahlreiche größere und kleinere Königreiche, das Haus León ist eins davon.

Während ihr Vater auf dem Höhepunkt seiner Macht steht, werden für seine älteste Tochter Verbindungen geschmiedet. Im Jahr 1087 zog Herzog Odo I. von Burgund nach Spanien um sich an der Reconquista, den Kampf gegen die Mauren, zu beteiligen. Mit zu seinem Gefolge gehört sein Schwager Raimund von Burgund. Noch im selben Jahr vermutet man wird dieser mit Urraca verlobt. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, dass Urraca selbst später den Königsthron ihres Vaters besteigen sollte, schließlich kann dieser durchaus auch noch Söhne zeugen dann gibt es da noch den Bruder ihres Vaters. Erst als ihr eigener Onkel Garcia im Jahr 1090 stirbt gibt es keine anderen männlichen Erben mehr. Ihr Onkel war von seinem eigenem Bruder, ihrem Vater Alfons, 1073 gefangen genommen worden. 27 Jahre verbrachte García in Gefangenschaft, ehe er 1090 starb. Alfons VI. hatte durch diesen Schachzug das Reich des Vaters unter seiner eigenen Herrschaft vereint, dieser hatte das Reich unter seinen Söhnen aufgeteilt. Eine Teilung, die nun aufgehoben war.

Urraca wird Thronfolgerin und dann wieder nicht

Nach dem Tod ihres Onkel Garcia wird Urraca als älteste Tochter ohne Brüder zur Thronfolgerin ihres Vaters. Sie heiratet in dieser Zeit wohl auch ihren Verlobten Raimund von Burgund. Ganz gefestigt ist ihre Position als Thronfolgerin aber nicht. Sie hat noch eine jüngere Halbschwester, Theresia, die zwar unehelicher Herkunft ist, aber dennoch eine gute Position an Hof hat. Die jüngere Schwester wird mit Heinrich von Burgund, einem Cousin von Urracas Ehemann verheiratet und bringt sehr bald den Infanten Alfonso Enriquez (1094) zur Welt. Ebenfalls in dieser Zeit fällt auch die Geburt des Halbbruders Sancho Alfónsez, den einzigen Sohn und designierten Thronerben des Königs Alfons VI. von León Kastilien. Dieser war ehelich, seine Mutter war Zaida, eine Angehörige der maurischen Dynastie aus Sevilla gewesen, die auch zum Christentum (sie nahm den Namen Elisabeth bzw. Isabel an) konvertierte und mit Alfons auch verheiratet gewesen war. Einer Thronbesteigung durch Sancho stand also nichts im Weg.

In der gleichen Zeit wird Raimund von Alfons VI. zum Grafen von Galicien ernannt. Allerdings stößt diese Ernennung auch auf Widerstand des einheimischen Adels, einen Landesfremden als Grafen wollte man nicht. Das Aufbegehren wird jedoch gebrochen.

Bis zu dieser Zeit war das maurische Taifa-Königreich im Süden der iberischen Halbinsel ein zersplittertes Reich. Dies änderte sich aber nun und durch die Almoraviden bildet sich wieder eine muslimische Macht. Es kommt zu Auseinandersetzungen zwischen Mauren und den christlichen Königreichen. Alfons will die Grenzen sichern und stattet Raimund im Mai 1093 mit Gebieten südlich von Galicien aus. Zu diesen gehören die Städte Santarém, Cintra und Lissabon (Grafschaft Portugal). Raimund verliert allerdings Lissabon an die Almoraviden. 1097 geht die Grafschaft Portugal dann an Heinrich von Burgund, Raimund steigt in den königlichen Rat auf und wird zu einem ständigen und auch machtvollem Mitglied des Rats.

Auch die Familienplanung im Haus Urraca/Raimund schreitet voran. Urraca bringt in dieser Zeit zwei Kinder zur Welt: Sancha (geboren vor 1095) und Alfonso Raimúndez (geboren 1104 oder 1105).

Wer Nachfolgerin von König Alfons VI. auf dem Thron von León-Kastilien wird, ist zu dieser Zeit allerdings zu Ungunsten von Urraca geklärt. Schließlich hat Alfons mit Sancho Alfónsez einen Thronerben.

1104 oder 1105 bringt Urraca endlich einen eigenen Sohn zur Welt. 1107 klärt ihr Vater dann die Thronfolge auch offiziell. Auf einem Hoftag im Mai 1107 erklärt er seinen Sohn offiziell zum Erben der Krone.

Todesfälle ändern die Politik

Im September 1107 stirbt Urracas Ehemann Herzog Raimund dann überraschend an einer schnell verlaufenden Krankheit. Urraca bleibt aber Herrin von Galicien. 1108 verliert Alfons dann seinen Thronerben. Der erst 15jährige Sancho Alfónesz führt einen Gegenangriff auf die Stadt von Uclés (Schlacht von Uclés) aus. Diese war wenige Tage zuvor von maurischen Truppen der Almoraviden besetzt worden. Es kommt zu einer desaströsen Schlacht, Urracas Halbbruder Sancho wird dabei getötet. Kurz danach ernennt Alfons VI. seine älteste Tochter Urraca zur Thronerbin.

Da aber seine Tochter seit 1107 Witwe war, stand Urraca nun als Thronerbin wieder im Mittelpunkt der Heiratspolitik. Und so verlobte sie ihr Vater mit König Alfons I. dem Krieger von Aragón. Die beiden waren allerdings Cousins zweiten Grades, sie hatten einen gemeinsamen Urgroßvater. Dies erregte das Missfallen des Klerus. Zudem war König Alfons von Aragón ein Landesfremder und das erregte nun auch das Missfallen des leónesisch-kastilischen Adels.

1109 Königin Urraca

Außerdem war natürlich auch ihr Schwager, Heinrich von Burgund, von einer solchen Verbindung, nicht angetan. Schließlich war der Sohn Urracas noch klein, sollte der König sterben, machte sich Heinrich Hoffnungen auf die Regentschaft mindestens aber auf mehr Einfluss. Im Mai folgte aber erst einmal die offizielle Proklamation von Urraca als Erbin ihres Vaters. Am 1. Juli 1109 starb dann König Alfons VI. In Toledo. Bereits am 22. Juli 1109 beurkundete Urraca als Königin von ganz Spanien. Bereits 1110 erweiterte Urraca ihren Titel um den von den Königen Léons traditionell reklamierten imperialen Charakter in Urraca, in Gottes Gnaden Königin und Imperatorin (Kaiserin) von Spanien… (Vrracha, Dei gratia regina et imperatrix Yspanie).

Machtkämpfe im Reich Urraca

Heinrich von Portugal distanzierte sich nach Urracas Machtübernahme und festigte selbst seine Position in Portugal. Urraca selbst hatte anderes zu tun, ungeachtete der Vorbehalte ihres Adels und ihres Klerus heiratete sie im Oktober 1109 Alfons I. von Aragón. Das frisch getraute Ehepaar begab sich erst einmal auf einen Feldzug gegen den Herrscher von Saragossa. Im Januar 1110 wird die Schlacht von Valtierra siegreich beendet und im Mai des Jahres ziehen Urraca und Alfons wieder nach Galicien auch um eine Revolte gegen ihre Herrschaft niederzuschlagen. Die Ehe der beiden ist aber alles andere als glücklich. Urraca wirft ihren Mann vor physische Gewalt gegen sie angewendet zu haben. Es wird aber auch vermutet, dass Urraca außereheliche Beziehungen pflegte. Und Alfons werden homosexuelle Neigungen nachgesagt. Dies alles führt wohl zu einem Bruch. Im Sommer 1100 kehrt Alfons dann nach Aragon zurück. Urraca wird nun von Adel und Klerus unterstützt und zur gleichen Zeit erreicht León die Nachricht, dass der Papst die Ehe ablehnt. Unter Androhung der Exkommunikation soll Urraca sich von Alfons trennen. Dies hätte für Alfons einen Machtverlust bedeutet und so verbündet er sich mit seinem Schwager Heinrich gegen Urraca.
Am 26. Oktober 1111 kommt es zur Schlacht von Candespina. Königin Urraca muss eine erste schwere Niederlage gegen ihre Feinde hinnehmen. In der gleichen Schlacht wird auch ihr Liebhaber, Graf Gómez González getötet. Taktisch geschickt überträgt sie kurz darauf Heinrich die Burgen von Zamora und Caia und sprengt damit die Allianz zwischen Schwager und Ehemann. Ebenfalls 1111 lässt sie zudem ihren Sohn als Alfons VII. zum König proklamieren. Ihr Ehemann Alfons I. zieht weiterhin gegen sie in den Krieg und siegt erneut bei Viadongos. Er schafft es bis zum Jahresende 1111 sowohl Toledo als auch León unter seine Kontrolle zu bringen.

Königin Urraca holt zum Gegenschlag aus

Den Winter nutzt Urraca um die Moral ihrer Gefolgsleute wieder aufzurichten und ihre Macht n Galicien zu konsolidieren. Um ihren Schwager Heinrich auf ihrer Seite zu halten macht sie weitere Gebietsabtretungen. Im Früher 1112 geht Urraca in die Offensive und schließt mit ihrem Heer ihren Ehemann in Astorga ein. Sie sucht nicht den Entscheidungskampf sondern erzwingt eine Versöhnung. Alfons wird von ihr noch als politisches Gegengewicht zu Heinrich benötigt.

Heinrich stirbt im Sommer 1112. Allerdings führt seine Witwe, Urracas Halbschwester Theresia, seine Machtpolitik fort.

Die Versöhnung zwischen Urraca und Alfons ist nicht von langer Dauer. Der Papst besteht auf der Annullierung der Ehe. Alfons kehrt schließlich für immer nach Aragon zurück, Urraca übernimmt die selbstständige Herrschaft über León und Kastilien.

Unruhen und Kämpfe bestimmen Urracas Herrschaftszeit

Ruhig wird es um Urraca aber nie. Zahlreiche innere Unruhen und externe Kämpfe bleiben maßgebend für ihre Herrschaft. Davon profitiert auch ihre Halbschwester Theresia in der Grafschaft Portugal. Diese beansprucht gegenüber Urraca eine gleichberechtigte Stellung. Ihre Schwester und lokale Adlige machen Urraca das Leben schwer, dazu kommen auch Kämpfe mit den Mauren. 1117 stirbt dann noch ihr langjähriger Vertrauter und väterlicher Freund Graf Pedro Ansúrez. Erster königlicher Ratgeber wird nun der kastilische Graf Pedro González de Lara. Dieser ist zugleich Urracas Geliebter und damit inoffiziell Prinzgemahl. Zwar heiraten die beiden nicht, dennoch wird die Verbindung gestärkt. Urraca verheiratet ihre Halbschwester Sancha mit dem Bruder ihres Geliebten. Damit erhalten die Kastilier mehr Macht in León, was nun wieder den leónesischen Adel auf den Plan ruft. Es kommt schließlich zu einem Kompromiss. Urraca beteiligt auch zunehmend ihren Sohn mehr an der Regierung und sie erhält Unterstützung aus Rom. Hier hat Papst Calixtus II. den Papstthron bestiegen, immerhin ein Bruder ihres ersten Ehemanns Raimund von Burgund. Dieser schreibt im März 1120 einen Brief und bringt in diesem seine Verbitterung über die Zerbrechlichkeit der Lehnstreue der Vasallen gegenüber Urraca zum Ausdruck.

Fast Frieden im Reich

1120 herrscht wohl endlich so etwas wie Frieden an der Heimatfront in León. Und Urraca nutzt die Ruhe und die damit einhergehende Festigung ihrer Herrschaft um nun gegen ihre Halbschwester Theresia vorzugehen. Sie führt eine militärische Blitzaktion aus und schlächt schließlich auch die gegnerische Streitmacht in die Flucht. Es kommt zur Belagerung in Lanhoso nördlich von Braga. Im Juli 1120 kann Urraca hier einziehen und unterwirft ihren Neffen Alfonso Enríquez. Sie erkennt diesen als Grafen von Portugal zwar an, die seit 1109 besehende unabhängige Herrschaft ihrer Schwester kann Urraca damit aber beenden. Portugal wird wieder unter die Hoheit der leónesischen Krone gestellt.

León, Portugal und nun Galicien

Nach dem León und nun auch Portugal auf Kurs sind, nimmt sich Urraca Galicien vor. Hier hatte Erzbischof Diego Gelmirez erfolgreich seine Macht erweitert. Urraca nimmt zwar den Erzbischof im Sommer 1120 in Santiago de Compostela fest, damit bringt sie aber nicht nur Papst Calixtus gegen sich auf sondern auch ihren eigenen Sohn sowie den gesamten spanischen Klerus. Ihr wird mit Exkommunikation gedroht und mit einem Interdikt über ihr Königreich, wenn sie den Erzbischof nicht wieder in seine Herrschaft einsetzt. Urraca gibt im November 1120 ach. Es kommt zu Friedensgesprächen, die aber im Sand verlaufen. Beide Seiten wollen keine Kompromisse eingehen. Im Februar 1121 stehen sich die Kontrahenten wieder gegenüber, auf der gegnerischen Seite auch wieder Urracas Sohn. Es kommt zu kleineren Gefechten und später dann doch wieder zu Friedensgesprächen und Urraca macht Zugeständnisse. Obwohl der Erzbischof alle seine Herrschaftsrechte auf Santiago de Compostela zurückerhält bleibt er ein Feind der Königin und betreibt die Absetzung Urracas zugunsten ihres Sohns. Nun schlägt sich Papst Calixtus aber wieder auf die Seite seiner Schwägerin und beschneidet selbst die Macht von Erzbischof Diego Gelmírez. Unter anderem ernannte er Erzbischof Bernardo von Toledo zum Primat der Kirche von ganz Spanien. Bernardo war ein enger Vertrauensmann von Urraca, ihm gelingt dann auch erfolgreich eine Versöhnung zwischen Mutter und Sohn.

Letzte Jahre Königin Urraca

Nach den unruhigen Jahren folgen nun sechs ruhigere Herrscherjahre von Königin Urraca, ihre letzten Jahre auf dem Thron. Sie schafft es auch ihre Position so zu stärken, dass sie im Mai 1123 gegen ihren alten Widersacher in Galicien, Graf Pedro Froilaz erfolgreich vorgehen kann und damit die Machtstellung der Krone in Galicien stärkt. Nur mit ihrer Halbschwester Theresia kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen. Da diese aber mit ihrem eigenen Sohn verfeindet war, schafft es Urraca auch ihre Schwester in ihre Schranken zu verweisen.

Ab 1124 zieht sich Urraca zunehmend zurück und übergibt nach und nach die Regentschaft an ihren Sohn. Noch ehe Urraca stirbt bezeichnet sich ihr Sohn als König von Spanien, seine Mitregentschaft reicht schon da über das gesamte Königreich.

Tod von Königin Urraca

Im Alter von 46 Jahren stirbt Königin Urraca nahe Saldaña am Rio Carrión. Angeblich an den Folgen einer Frühgeburt. Ihr Sohn Alfons hält sich an diesem Tag nur dreißig Kilometer entfernt in Sahagún auf und schon am nächsten Tag zieht er nach León um als König Alfons VII. von León und Kastilien die Huldigungen entgegen zu nehmen.

Urraca wird in der Abtei San Isidoro in Léon bestattet. In ihrer Herrschaft hatte sie nicht nur Schlachten geschlagen und gegen Ehemann, Schwager, Halbschwester und eigenen Sohn gekämpft sondern auch den Ausbau dieser Abtei nachhaltig gefördert.

Ehe und Kinder Königin Urraca von Leon und Kastilien

Uracca war zwei Mal verheiratet gewesen.
Mit ihrem ersten Ehemann, Raimund von Burgund, hatte sie zwei Kinder. Sancha (ca. 1105, gestorben 28. Februar 1159, die Infanta blieb unverheiratet) und ihren Thronerben Alfons VII. (1. März 1105, gestorben 21. August 1157, König von León und Kastilien.
Ihre zweite Ehe mit König Alfons I. von Aragón hielt mehr oder weniger von 1109 bis 1112 und blieb Kinderlos. Die Ehe wurde auf Betreiben des Papstes annulliert.
Danach heiratete Urraca nicht noch einmal, allerdings hatte sie mit Pedro González de Lara ein Verhältnis und zwei uneheliche Kinder:
Elvira Pérez de Lara (geboren um 1117, gestorben nach 1174). Ihre uneheliche Tochter verheiratete Urraca mit Garcia Perez de Traba, Herr von Trastámara, einen Sohn des Grafen Pedro Froilaz, lange Zeit ein Gegenspieler der Königin in Galicien.
Fernando Pérez Furtado de Lara (ca 1123, gestorben 1156).

Alfons VII. (León)

Alfons war von 1126 König von León und Kastilien. Alfons konnte sich gegen seinen Stiefvater Alfons I. Von Aragonien schließlich durchsetzen, die Auseinandersetzungen hatten ja bereits 1114 unter seiner Mutter Königin Urraca begonnen. Alfons herrscht schließlich über Kastilien, Leon, Asturien und Galicien und muss nur seinen Anteil an Navarra an Aragonien abtreten. 1134 stirbt sein Stiefvater kinderlos und Alfons setzt sich nun endgültig durch und lässt sich 1135 in León zum Kaiser von ganz Spanien krönen. Allerdings wird nach ihm Spanien erneut aufgespaltet, er verfügt die Erbteilung seines Reiches zwischen seinen Söhnen. Sancho erbt Kastilien und Ferdinand León. Seine Söhne werden Könige und seine Töchter durch Heirat Königinnen. Sancha heiratet Sancho VI., König von Navarra, Konstanze, König Ludwig VII. Von Frankreich.
Dona Urraca / Prado

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