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Belle Boyd

Belle Boyd, auch bekannt als La Belle Rebell, arbeitete im Amerikanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Südstaaten als Spionin.

Maria Isabella Boyd, bekannt als Belle Boyd oder Kleopatra der Sezession, Spitzname La Belle Rebell. Geboren am 4. Mai 1844 in Bunker Hill (Virginia, USA), gestorben am 11. Juni 1900. Spionin im Amerikanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Südstaaten.

Belle Boyd operierte vom Hotel ihres Vaters in Virginia aus und versorgte den Konföderierten General Stonewall Jackson mit Informationen.

Belle Boyd wurde 1844 in Martinsburg (Virginia) geboren. Sie war das älteste Kind von Benjamin Reed und Mary Rebecca (Glenn) Boyd. Sie besuchte eine weiterführende Schule in Baltimore.

Belle Boyd wird Spionin für den Süden

In den Jahren 1860/61 hält sich Belle Boyd in Washington auf und bekommt dort die Zuspitzung der Gegensätze zwischen dem industriellen Norden und dem agrarischen Süden mit. Nach dem Abraham Lincoln zum US-Präsidenten gewählt wird, trennt sich South Carolina 1860 von der Union, weitere Südstaaten folgen, die Konföderierten Staaten von Amerika werden gegründet. Am 12. April 1861 bricht schließlich der Amerikanische Bürgerkrieg aus. Am 4. Juli 1861 wird Belle Boyd offenbar Zeugin, wie Unionsanhänger in ihrer Heimat Martinsburg die US-Flagge hissen. Es kommt zu einem Vorfall, bei dem ihre Mutter angegriffen wird. Belle Boyd soll kurzerhand zur Pistole gegriffen haben und den Angreifer getötet.

Belle Boyd ist zu diesem Zeitpunkt 17 Jahre alt. Sie unterstützt den neuen Staatenbund tatkräftig durch Spionagetätigkeit. Bei ihrer ersten Verhaftung am 31. Juli 1862 ist Belle Boyd gerade einmal 18 Jahre alt. Durch einen Gefangenenaustausch zwischen Nord und Süd kommt die Spionin wieder auf freien Fuß. Im Jahr 1863 wird sie erneut verhaftet und zu Zwangsarbeit verurteilt. Die Strafe wird umgewandelt in Verbannung aus dem Gebiet der Nordstaaten.

1864 reist Belle Boyd nach England um dort für die Unterstützung des Südens zu werben. Sie heiratet dort, wird aber bereits 1866 wieder Witwe. Nach Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs verdient Belle Boyd ihren Lebensunterhalt als Schauspielerin.

Erst im Jahre 1866 kehrt sie in die USA zurück, möglich wurde dies durch eine Amnestie, erlassen von Präsident Jackson. Ihren Lebensunterhalt bestreitet Belle Boyd ab den 1880er Jahren durch Vorträge über ihre Tätigkeit als Spionin des Südens während des Bürgerkriegs. Zu diesem Zwecke reist sie durch die USA.

Tod von Belle Boyd

Belle Boyd stirbt schließlich während einer Vertragsreise in Kilbourne City (Wisconsins, heute Wisconsin Dells) an einem Herzinfarkt. Die ehemalige Südstaaten-Spionin wurde 56 Jahre alt. Ihre letzte Ruhe fand sie im Spring Grove Friedhof in Wisconsin Dells.

Spioninnen im Amerikanischen Bürgerkrieg

Belle Boyd war nicht die einzige Spionin im Amerikanischen Bürgerkrieg. Auf Seiten der Konföderierten gab es noch Rose O'Neal Greenhow und für die Union spionierten Pauline Cushman, Elizabeth Van Lew und Mary Bowser. Belle Boyd ist allerdings eine der berühmtesten und bekanntesten der Spioninnen während dieses Krieges. Für ihre Spionagetätigkeit bei der Einnahme von Fort Royal in Virginia wurde Belle Boyd von Gengeralmayor Stonewall Jackson zum Ehrenmitglied seines Stabes ernannt. Sie erhielt für ihre Verdienste von ihm den Dienstgrad eines Hauptmanns verliehen.


Siehe auch: Mathilde Franziska Anneke |
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